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Unisport startet Projekt „Sport mit und für Flüchtlinge“

Angela Merkels Satz „Wir schaffen das!“ ist wahrscheinlich in der deutschen Bevölkerung mittlerweile so bekannt wie Sepp Herbergers „Der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten“ bei den sportbegeisterten Einwohnern in diesem Land. Und genau wie die 1954er-Weltmeister um Helmut Rahn und Fritz Walter, die die Worte des Vaters des Wunders von Bern mit Leben füllten, sind wir aktuell in der Pflicht die Worte unserer Kanzlerin im Rahmen der Flüchtlingskrise mit Leben, Begeisterung und Tatendrang zu füllen. Die integrative Kraft des Sports ist dabei eine unverzichtbare Stütze – auch und speziell in einer Stadt voller Sportenthusiasten wie Jena.

Aktuell hat die Zahl der Heimatvertriebenen, die in Jena Zuflucht in Wohnungen, Flüchtlingsheimen, Turnhallen und Containern gefunden haben, die 1000er-Marke überschritten. Darunter sind viele junge Männer und Frauen, Familien, aber auch Minderjährige, deren Eltern noch die Schrecken in den Heimatländern erdulden müssen oder auf der teils monatelangen Flucht ums Leben gekommen sind.

Ziel des USV Jena und des Hochschulsports der Universität  ist es, diesen Menschen die Hand zu reichen und durch ein vielfältiges Sportangebot deren Sorgen zumindest für ein paar Stunden in der Woche einzudämmen. Zudem setzen wir uns intensiv dafür ein, Flüchtlingen im Rahmen von Sportkursen den Kontakt mit der Jenaer Bevölkerung zu ermöglichen, um  Ängste und etwaige Vorurteile auf diese Weise abzubauen.


Zur Umsetzung dieser Ziele gab es am letzten Donnerstag ein erstes Helfertreffen, in dem zunächst die Koordination des Projektes im Vordergrund stand. Dabei traten u.a. die vier folgenden Prioritäten auf die Tagesordnung:


1. Wie kommen wir in Kontakt zu den Flüchtlingen? Wer ist der städtische bzw. wohlfahrtliche Ansprechpartner für welche Flüchtlingsunterkunft?

2. Wie gewährleisten wir die Kommunikation zwischen Übungsleiter und Flüchtlingen? Wie kommen wir an freiwillige Dolmetscher heran?

3. Lassen sich Transportmöglichkeiten organisieren - zum Beispiel wenn Flüchtlinge aus der GU Göschwitz zu einer sportlichen Veranstaltung ins Zentrum kommen möchten?

4. Wie lassen sich Übungsleiter akquirieren? Gibt es Freiwillige, die Flüchtlinge auf dem Weg von den Notunterkünften zu einem Sportplatz in den ersten Stunden begleiten?


Fühlst du dich von einem der vier Punkte angesprochen? Hast du schon Kontakt in eine der Flüchtlingsunterkünfte? Kannst du Arabisch, Persisch oder Albanisch (u.a.) sprechen, verstehen oder schreiben? Hast du ein Auto, das du ab und an für einen guten Zweck zur Verfügung stellen würdest? Oder hast du einfach Lust in deiner Freizeit deinen Lieblingssport Jenas Flüchtlingen ein Stück näher zu bringen?

Wenn du eine oder mehrere Fragen mit "Ja!" beantwortest, dann melde dich bei uns! Denn wir sind fest davon überzeugt es schaffen zu können - aber sicher nicht allein. Sepp Herberger wusste es schon vor 60 Jahren: "11 Freude müsst ihr sein!" - von uns aus dürfen es auch gerne viele, viele Freunde mehr werden…

 

Markus Ringleb

im Auftrag der Projektgruppe "Sport mit und für Flüchtlinge"


Eine Initiative des USV Jena / Hochschulsport der Universität Jena

 


[ Meldung vom: 12.10.2015 ]