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Starker Auftritt auf internationaler Bühne
Silber bei der EUSA 2024: Victoria überzeugt im leichten Einer
Foto: Victoria HoryVicotria studierte bis Ende 2024 an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena Biowissenschaften. Neben dem Studium saß sie aber vor allem auf dem Wasser. Wir haben sie gefragt, wie sie den Spagat gemeistert hat und wie es war, bei der Europäischen Hochschulmeisterschaft anzutreten.
Im Rudersport ist Victoria seit 2015, 2017 stieg sie in den Leistungssport ein und trainierte zuletzt am Ruderstützpunkt Leipzig. Begonnen hat sie in Hamburg mit einer Trainingseinheit täglich, später erhöhte sich das Pensum. Schnell schnupperte sie Wettkampf-Luft, auch auf internationalem Level, unter anderem bei der U23-Europameisterschaft im leichten Einer. 2024 bot sich zudem im Zweier die Chance, sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren – eine wertvolle Erfahrung, auch wenn es am Ende nicht reichte.
Parallel studierte sie Bio- und Geowissenschaften. Ihr Tag startete in dieser Zeit früh um 7 Uhr mit der ersten Trainingseinheit. Danach ging es mit dem Zug nach Jena und in die Vorlesung und abends wurde weiter in Leipzig trainiert. „Es war nicht immer leicht unter einen Hut zu bekommen“, beschreibt sie diese Zeit rückblickend. Trotzdem betont sie, dass die Dozentinnen und Dozenten ihr in dieser Zeit entgegengekommen sind. Mit dieser Unterstützung sowie mit viel Disziplin und Fleiß ließ sich der Leistungssport mit dem Studium vereinbaren.
Den Startplatz für die EUSA hatte sich Victoria bereits 2023 bei der Deutschen Hochschulmeisterschaft gesichert. Die Regatta fand auf dem Lake Jarun statt. Trotz hochsommerlicher Temperaturen herrschten faire Bedingungen mit glattem Wasser und stabilem Wind. In Zagreb zeigte Victoria dann von Beginn an, was in ihr steckt: Sowohl Vorlauf als auch Halbfinale entschied sie souverän für sich an der Spitze. Auch im Finale, konnte sich ihre Leistung über die 2000 Meter wirklich sehen lassen. Die ersten 500 Meter fuhr sie schnell und lag gleichauf mit ihrer größten Konkurrentin im Wettkampf. Auf den zweiten 500 Metern fiel sie leicht zurück, bevor sie auf der zweiten Streckenhälfte eindrucksvoll zurückkam, Tempo und Rhythmus hielt und sich bis ins Ziel einen packenden Zweikampf lieferte. Am Ende fehlte nur ein Wimpernschlag zum Titel.
Mit einer starken Silbermedaille und viel Erfahrung ging es dann zurück nach Deutschland. Nach dem Studienabschluss zog Victoria 2024 nach Dresden, wo sie nun weiter unter professionellen Bedingungen trainiert. Perspektivisch richtet sie ihren Fokus verstärkt auf Coastal Rowing, das 2028 olympisch sein wird. Ihr Ziel bleibt klar: sich im deutschen Team etablieren und international weiterhin ganz vorne mitrudern.