Vitamin D

Vitamin D

Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin, das auch als Hormon eingestuft wird. Es wird vor allem für Knochengesundheit benötigt, indem es die Aufnahme von Phosphat und Calcium aus dem Darm und deren Einbau in den Knochen fördert.
Vitamin D
Foto: Iris Wailersbacher
  • Ernährung
  • Körperliche Gesundheit

Meldung vom: 02. August 2021, 12:40 Uhr | Verfasser/in: Iris Wailersbacher

Was ist Vitamin D? 

Vitamin D, oder auch Calciferol, ist ein fettlösliches Vitamin, das auch als Hormon eingestuft wird. Es wird vor allem für Knochengesundheit benötigt, indem es die Aufnahme von Phosphat und Calcium aus dem Darm und deren Einbau in den Knochen fördert. Weitere Stoffwechselvorgänge, in denen Vitamin D gebraucht wird, betreffen u.a. die Muskelkraft, das Immunsystem und die Haare.  

Das Sonnenvitamin 

Vitamin D benötigen wir, um Calcium aus der Nahrung aufzunehmen und somit unsere Knochen zu stärken und für viele weitere Stoffwechselvorgänge und Muskelkraft. Vitamin D wir auch das “Sonnenvitamin” genannt, da wir es vorwiegend durch Sonnenbestrahlung (UV-B) über die Haut bilden und speichern: hier in Deutschland decken wir unseres Vitamin D-Bedarfs (von 20ng/ml Blut) ganz natürlich. zu 80-90% über die Sonne. Ein geringer Teil von 10-20% wird über die Nahrung aufgenommen.  

Ein Vitamin-D-Präparat ist normalerweise nicht nötig. Die Sonneneinstrahlung in Deutschland reicht in den Monaten März bis Oktober aus, um seinen Vitamin-D-Speicher aufzufüllen und gut über die dunkleren Monate zu kommen. Die Vitamin-D-Bildung ist allerdings von Faktoren wie Hauttyp, Breitengrad, Sonnenschutzmitteln, Witterung und Tageszeit, Kleidung und Dauer des Aufenthalts in der Sonne abhängig. Die DGE empfiehlt, sich täglich 5-25 Minuten mit unbedecktem Gesicht, Händen und (wenn möglich) Armen und Beinen in der Sonne aufzuhalten. Ist das aus gesundheitlichen, religiösen, zeitlichen oder sonstigen Gründen nicht möglich, kann das Checken der Vitamin-D-Werte beim Arzt und nach Absprache die Einnahme eines Vitamin-D-Präparates sinnvoll sein.  

Zu viel Vitamin D? 

Vitamin D ist schlecht wasserlöslich - daher kann eine Überversorgung nicht einfach wieder ausgeschieden werden, wie das bei Vitamin C der Fall ist. Die Studienlage zu Vorteilen eines leichten Vitamin D Überschusses ist nicht eindeutig, weist aber zumindest nicht auf gesundheitliche Gefahren eines leichten Überschusses hin. Es kann bei zu viel Vitamin D in äußerst seltenen Fällen zu einer Vitamin-D-Vergiftung oder einer Hyperkalzämie (überhöhte Calciumwerte) kommen. Die Symptome reichen von leichten Beschwerden, wie übermäßigem Durst oder Bauchschmerzen bis hin zu Herzproblemen und Ohnmacht.  

Auf natürlichem Weg ist eine Überdosis allerdings kaum möglich und tritt nur in Fällen von exzessivem Konsum von Vitamin-D-Supplementen auf. Vitamin D auf eigene Faust sehr hoch zu dosieren, ist daher keine gute Idee. Die empfohlene Tagesdosis für Personen mit erhöhtem Risiko eines Vitamin D-Mangels (Personen, die sich nicht/kaum/nur mit bedecktem Körper im Freien aufhalten, Personen mit dunkler Hautfarbe, ältere Menschen, Säuglinge) beträgt 800 i.E. pro Tag - wer supplementieren möchte oder muss, sollte die Möglichkeit der Überdosierung im Hinterkopf haben und Rücksprache mit einem Arzt/einer Ärztin halten. 

Quellen:  

Diese Seite teilen
Die Uni Jena in den sozialen Medien:
Ausgezeichnet studieren:
Zurück zum Seitenanfang